Tempelhof-Schöneberg

Innensenator übergibt Bauabschnitt des neuen Berliner Anti-Terrorzentrums an die Polizei Berlin

Von Dominik Totaro

Innensenator Andreas Geisel hat heute den fertiggestellten ersten und zweiten Bauabschnitt des neuen Anti-Terrorzentrums des Landeskriminalamts (LKA) in der Ringbahnstraße feierlich an Polizeipräsidentin Dr. Barbara Slowik übergeben. Zukünftig werden die Bereiche Operative Dienste sowie Polizeilicher Staatsschutz im ehemaligen Reichspostzentralamt in Berlin-Tempelhof an einem zentralen Standort arbeiten. Durch diese verkehrsgünstig gelegene Liegenschaft wird ein schnelles und abgestimmtes Agieren bei der Bewältigung komplexer und schwieriger Einsatzlagen wie terroristischen Anschlägen ermöglicht. Die Errichtung eines Anti-Terrorzentrums ist eine der zentralen Maßnahmen in Folge des Anschlags vom 19. Dezember 2016 am Berliner Breitscheidplatz.

Innensenator Andreas Geisel erklärte bei der Teileröffnung: „Die Ringbahnstraße ist ein Anti-Terrorzentrum auf der Höhe der Zeit. Ich bin stolz, dass wir heute den ersten und zweiten Bauabschnitt an die Polizei Berlin übergeben können. Wir haben damit eine zentrale Infrastruktur zur Bekämpfung des Terrorismus und der Schwerstkriminalität geschaffen, die nach dem Motto der „kurzen Wege“ einen großen Mehrwert für die Sicherheit in unserer Stadt mit sich bringt.“

Die Schlüsselübergabe erfolgte Heute – 2022 soll das Zentrum fertig gestellt sein. © Twitter/Polizei Berlin

Polizeipräsidentin Dr. Barbara Slowik sagte dazu: „Der heutige Tag stellt einen weiteren, ganz entscheidenden Schritt im Kampf gegen den Terrorismus dar und erfüllt mich daher mit großer Freude und Stolz. 1200 Dienstkräfte unseres Landeskriminalamtes werden nun ihre ohnehin professionelle Arbeit nach ihrem Umzug in das Anti-Terrorzentrum noch intensivieren können. Vorhandene Expertise aus unterschiedlichen polizeilichen Dienststellen wird durch kurze Wege und die Möglichkeiten professioneller und schneller Abstimmungen operativer und ermittelnder Komponenten noch deutlich besser nutzbar sein. Um den speziellen Bedarfen der Anti-Terrorbekämpfung in Gänze gerecht werden zu können, wurden die künftigen Nutzerinnen und Nutzer intensiv in die Planungsphase des Anti-Terrorzentrums eingebunden. Terrorismus jedweder Richtung bedroht unsere freiheitliche Gesellschaft, die Polizeiarbeit in diesem Feld ist von herausragender Bedeutung im Dienste der Sicherheit unserer Stadt und der hier lebenden Menschen. Das Anti-Terrorzentrum unterstreicht die Wichtigkeit dieser Arbeit.“

In dem Gebäude war früher das Reichspostzentralamt anwesend. © Twitter/Polizei Berlin

Die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH als landeseigener Immobilien-dienstleister hatte sich auf die Suche nach einem geeigneten Gebäude gemacht, um die Spezialeinheiten des LKA an einem zentralen Standort zu vereinen und auch dem Personalzuwachs gerecht zu werden. „Es wird zunehmend schwierig, geeignete Flächen in zentraler Lage für den wachsenden Bedarf der Berliner Verwaltung zu finden. Das ehemalige Reichszentralpostamt ist aufgrund seiner Größe und Lage ein Glücksfall und ich wünsche der Polizei Berlin, dass sie hier ihre Kräfte bündeln kann für die Herausforderungen, die ihre bedeutsame gesellschaftliche Aufgabe mit sich bringt,“ so Prokuristin Angela Deppe bei der Übergabe.

Großes Medieninteresse bei der Übergabe. © Twitter/Polizei Berlin

Im ehemaligen Reichspostzentralamt in der Ringbahnstraße entsteht ein modernes, multifunktionales und zukunftssicheres Dienstgebäude für etwa 1.200 Dienstkräfte des LKA. An dem Gebäude aus dem Jahr 1928 wurden abschnittweise sicherheitsrelevante Baumaßnahmen wie z.B. der Einbau von durchschusssicheren Fenstern und einer neuen IT-Technik durchgeführt. Im hinteren Bereich des Areals wird ein weiteres Gebäude errichtet. Bereits bis zum Ende des Jahres ziehen Teile des LKA in das neue Dienstgebäude ein, die endgültige Fertigstellung ist für den Sommer 2022 vorgesehen.

Dominik Totaro

Ich bin seit 2015 freier Reporter in Berlin. Hauptsächlich bin ich im Bezirk Marzahn-Hellersdorf unterwegs und berichte dort über Polizei- und Feuerwehr-Einsätze.

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