12. Mai 2021

Einbruch-Serie in Feuerwehrgeräte-Häusern

In den Jahren von 2010-2021 kam es in Berlin zu 16 Einbrüchen in Feuerwehrgeräte-Häuser. Oftmals wurden dort aus Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeugen (LHF) Hydraulikgeräte entwendet, die ein Sachwert von 10.000 € haben. Solche Spreizer werden oft für Straftaten benutzt, um z. B. die gesicherten Türen eines Geldtransporters aufzubrechen.

z.B. ein LUKAS SC 358 E2 – Wert. 10.000 € Foto: Lukas GmbH

Am 19.08.2019 hatten mehrere Maskierte in der Berliner Münzstraße einen Geldtransporter überfallen. Um an die Geldkisten zu gelangen, brachten die Täter einen Spreizer zum Einsatz. Die Maskierten konnten mit einer größeren Geldsumme fliehen. Woher der Spreizer stammt, ist bis Heute noch gegenstand der Ermittlungen.

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Hier zusehen, wie einer der Maskierten einen Hydraulikspreizer benutzt, um die Tür des Transporters zuöffnen.

Auch in Brandenburg kommt es seit Monaten zu Einbrüchen in Feuerwehrgeräte Häusern. Die Täter schlugen dort nachts in der Zeit vom 04.12-06.12.2020 in Schmerzke, Töplitz, Falkenrehde und in Netzen zu. Zuletzt wurde am 27.12.2020 in einem Feuerwehrgerätehaus in Schildow eingebrochen.

Auflistung zu Einbrüchen in Berlin: (FF= Freiwillige Feuerwehr) (FW=Berufsfeuerwehr) (ZSFG= Zentraler Service Fahrzeug und Geräte)

  • FF Müggelheim: Dort wurde im Jahr 2012 ein ganzes Fahrzeug im Wert von 50.000 € entwendet
  • FF Rudow: Dort wurde im Jahr 2016 aus einem Reservelöschfahrzeug 1 Hydraulikaggregat, 1 Kombigerät, 2 Motor-Trennschleifer und 2 Motor-Kettensägen entwendet- Wert. 10.000 € / Sachschaden rund 4.000 €
  • FF Tegelort: Dort wurde von einem Mehrzweckboot im Jahr 2016 ein Außenbordmotor entwendet – Wert. 5.000 €
  • FW Kreuzberg: Bei der Berufsfeuerwehr Kreuzberg wurde im Jahr 2017 aus einem Reservelöschfahrzeug 1 Hydraulikaggregat, 1 Kombigerät, 1 Kettensägen, 1 Schnittschutzhose und einen Sicherheitshelm für Schnittarbeiten entwendet – Wert. 12.000 € / Sachschaden rund 4.000 €
  • FF Friedrichshagen: Dort wurde aus einem Löschfahrzeug im Jahr 2017 ein hydraulischer Rettungssatz(Akkubetrieben) entwendet – Wert. 10.000 € / Sachschaden rund 5.000 €
  • ZSFG: Dort wurde aus einem Löschfahrzeug im Jahr 2017 ein hydraulischer Rettungssatz(Akkubetrieben) entwendet – Wert. 10.000 € / Sachschaden rund 3.000 €
  • FF Gatow: Dort wurde aus einem Löschfahrzeug im Jahr 2018 ein hydraulischer Rettungssatz(Akkubetrieben) entwendet – Wert. 10.000 € / Sachschaden rund 5.000 €
  • FF Gatow: Dort wurde aus einem Löschfahrzeug im Jahr 2019 ein hydraulischer Rettungssatz(Akkubetrieben) entwendet – Wert. 10.000 € / Sachschaden rund 5.000 €
  • ZSFG: Bei einem Versuchten Diebstahl im Jahr 2019, es entstand ein Sachschaden i.H. von 5.000 €
  • ZSFG: Aus ausgesonderten Fahrzeugen wurden im Jahr 2019 1 Motorsäge und 1 Einsatzkoffer entwendet – Wert 11.000 € / Sachschaden rund 10.000 €
  • FW Treptow: Im Jahr 2019 wurden aus 2 Löschfahrzeugen der Berufsfeuerwehr Treptow Diverse Geräte zur technischen Hilfeleistung sowie einem kompletten Hydraulischen Rettungssatz entwendet – Wert 20.000 € / Sachschaden rund 6.000 €
  • FF Bohnsdorf: Erst vor vier Tagen wurde bei der Freiwilligen Feuerwehr Bohnsdorf eingebrochen. Täter brachen eine Tür zum Gerätehaus auf und Entwendeten ein Kombi-Spreizer im Wert von 8.000 €. An der Tür entstand ein Sachschaden in unbekannter Höhe.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Marzahn wurden bei einem Einbruch 8 Digitalfunkgeräte und 4 Ladeschalen entwendet – Wert 16.000 €

Am 16.08.2017 versuchten 2 Personen in die Wache der Freiwilligen Feuerwehr Kaulsdorf einzubrechen. Die Wache ist eigentlich nicht rund um die Uhr besetzt, aber ein Kamerad, der direkt gegenüber wohnt, konnte zusammen mit seinen Sohn die Täter stellen. Einer der Täter flüchtete, der andere wurde festgenommen. Nachdem einer der Täter Pfefferspray eingesetzt hatten, mussten der Feuerwehrmann und dessen Sohn vom Rettungsdienst betreut werden.

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Videobeitrag von Kriminalreport – Der versuchte Einbruch spielte sich bei der Freiwilligen Feuerwehr Berlin-Kaulsdorf ab.

In der Nacht auf den 06.09.2020 brachen unbekannte auf das Dienstgelände im Nikolaus-Groß-Weg ein. Dort wurden 3 Rettungswagen beschädigt (Seitenscheiben zerstört), der Innenraum des Rettungswagens wurde durchsucht.

In der Nacht auf den 24.11.2020 brachen unbekannte auf das Dienstgelände im Nikolaus-Groß-Weg ein. Dort wurde 1 Rettungswagen beschädigt, zwei Seitenscheiben wurden dabei zerstört.

Auf Grund der aktuellen Entwicklungen des Einbruchs- und Diebstahlgeschehens bei
der Berliner Feuerwehr werden derzeit im Zusammenwirken mit der Polizei Berlin und
der Berliner Immobilienmanagement GmbH sowie dem Dienstleistungsunternehmen WISAG Sicherungskonzepte zur Einbruchshemmung erarbeitet. Es sind über 95 Liegenschaften der Berliner Feuerwehr zu bewerten. Da keine Standardbauten bewirtschaftet werden, sondern es sich bisher bei allen Dienstgebäuden, Feuerwachen und

Seit 2016 werden Zentralverriegelungen verbaut. Bei der Berliner Feuerwehr wurde die Verwendung von Fahrzeugalarmanlagen geprüft. Ein Einbau bzw. die Verwendung von marktüblichen Alarmanlagen war unter einsatztaktischen
Gesichtspunkten nicht praktikabel und wurde daher abgelehnt.

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